Zuschuss der Deutschen Rentenversicherung

Sie haben attestierte Rückenschmerzen?

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) bezuschusst ergonomisch gestaltete Drehstühle und motorhöhenverstellbare Schreibtische als "Hilfsmittel zur Teilhabe am Arbeitsleben"
(Meist bis € 435,-- incl. MwSt. für den Büro-Drehstuhl
und bis € 1.200,-- incl. MwSt. für einen Arbeitstisch).

So gehts richtig:

1. Besuchen Sie unsere Ausstellung (Öffnungszeiten).
Hier beraten wir Sie gerne zu Auswahl des für Sie individuell richigen Drehstuhls und/oder motorhöhenverstellbaren Tisches
(wenn möglich, bitte kurz einen Termin vereinbaren).

2. Daraufhin erstellen wir kostenfrei ein Angebot, das Sie zusammen mit dem Antrag einsenden.

3. Stellen Sie einen Rehabilitationsantrag.

4. Prüfen Sie den von der Rentenversicherung bestätigten Zuschuss zum Kauf dieser Arbeitsmittel.

5. Bestellen Sie bei uns die ausgewählten Möbel. Wir rechnen mit der Deutschen Rentenversicherung ab. Nur etwa darüber liegende Beträge (z.B. Zusatzausstattungen, Armlehnen) berechnen wir Ihnen.
Richtig sitzen ist produktiv.

Wer sich bei der Arbeit wohl fühlt und seine Kräfte körpergerecht und sinnvoll einsetzt, arbeitet produktiver. Studien beweisen, dass die konsequente Anwendung ergonomischer Kenntnisse bis zu 40% Ressourcen freisetzen kann. Dagegen nimmt die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit rapide ab, wenn man falsch sitzt. Und auch aus Kostengründen ist die Ergonomie wichtig: Jeder dritte Krankheitstag in Deutschland geht zu Lasten der Wirbelsäule oder der Muskulatur des Bewegungsapparates.
Im Einzelfall ist immer eine ausführliche Diagnostik erforderlich. Doch eines gilt (fast) immer: Richtiges Sitzen in Verbindung mit Bewegung hilft heilen.

Warum ist das so? Der menschliche Körper ist kein ausschließlich statisches Gebilde, das sich durch Druck und Zug definiert. Er ist eher eine kinetische Figur, deren mechanisches Zusammenwirken durch Muskeln, durchblutete Knorpel (Bandscheiben) und Leitbahnen (Nerven) bestimmt wird.

Zweifelsohne tragen gerade die Bandscheiben eine Superlast, weil sie sich unter Druck verformen müssen: nach langer Entlastung im Liegen (morgens) haben sie sich ausgedehnt und sind gut durchblutet, nach der Arbeit am Abend sind sie kleiner geworden wie ein zusammengedrücktes Kissen. Es gilt also generell, die Bandscheiben weniger zu belasten, was die natürliche S-Form der Wirbelsäule eigentlich schon bewirkt. Tritt dagegen ein Kippen der Lendenwirbel nach hinten (Kyphose) ein, werden die Bandscheiben dort, wo es nicht sein soll, übermäßig zusammengedrückt.

Der Stuhl hat also Komplexes zu leisten: er soll den natürlichen Verlauf der Wirbelsäule unterstützen, die Bandscheiben entlasten und bewegen (bessere Durchblutung), die Muskulatur aktivieren und nicht zuletzt einen subjektiv komfortablen Eindruck beim Benutzer erzeugen. Selbstverständlich kann kein Stuhl der Welt das alles gleichzeitig leisten: wesentlich ist aber, dass er dazu anregt, nicht einengt und immer die Dynamik fördert!
Das Rückgrat als tragendes Element und Symbol.
Haltung gilt als positiv ...

... weil sie zeigt, dass der Mensch in seinem statischen Zentrum "ungebrochen" ist, was nichts anderes bedeutet, als dass seine Wirbelsäule intakt ist. Im übertragenen Sinne steht diese gerade Haltung für den auch geistig aufrechten Menschen, der sich nicht korrumpieren lässt. Doch eine gesunde Wirbelsäule, ein gesunder Rücken, brauchen Voraussetzungen zur Erhaltung ihrer Gesundheit.

Seit vielen Jahren wird immer wieder von der Volkskrankheit "Rückenschmerzen" gesprochen, Ärzte und Krankenkassen haben die große Häufigkeit statistisch belegt. Die Ursachen der Rückenbeschwerden sind vielfältig und keineswegs- wie immer be- hauptet wird - eindeutig: auch wenn die Bandscheiben eine zentrale Rolle spielen, können sich diese Erkrankungen aus dem Zusammenwirken zahlreicher Faktoren ergeben.

Fehlhaltungen und Missbildungen am Bewegungsapparat, muskuläre und neurologische Störungen wie auch psychosomatische Beschwerden können ein Krankheitsbild ergeben, das hochkomplex ist.
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